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BZ VOM 06.05.2013

Artur Bugger: "Das Bad wird aufgemacht"

Bürgermeister-Lob für den Förderverein Rheinschwimmbad in Schwörstadt, dank dessen Arbeit sich der Zuschussbedarf reduziert

Von unserer Mitarbeiterin Hildegard Siebold

SCHWÖRSTADT. "Das Bad wird aufgemacht — garantiert" : Mit dieser Botschaft unterstrich Bürgermeister Artur Bugger die vom Förderverein Rheinschwimmbad geleistete Arbeit in dessen Hauptversammlung am Freitagabend. 12 000 Euro konnte der Verein der Gemeinde übergeben, plus der Übernahme des Kassenhäuschens und der Rasenpflege.

Die abgeführte Gewerbesteuer hinzugerechnet, reduzierte sich der Zuschussbedarf der Gemeinde für das Schwimmbad dank des Fördervereins um 30 000 Euro. Jeder Verein, der im ersten Jahr so viel auf die Seite brächte, würde sich "von" schreiben, so Buggers Lob an die Mitstreiter des Fördervereins, die von "null auf hundert" gearbeitet hätten. Auch Vorsitzende Anja Stadler war voll des Lobes für das Engagement der Mitglieder und insbesondere für die Leistung von Kassiererin Gudrun Stadler, die ein fruchtbares erstes Vereinsjahr bilanzierte. Und das trotz einer eher schlechten Badesaison, die insgesamt 122 Tage umfasste. An 33 Tagen blieb das Bad wegen Regen ganz geschlossen, an 29 Tagen war nur mäßiges Wetter, so dass lediglich an 60 Tagen normaler Badebetrieb herrschte. Dennoch konnte die Zahl der Besucher durch die Bemühungen des Fördervereins, das Bad attraktiver zu gestalten, von 15 000 auf 18 000 gesteigert werden. Diverse Anschaffungen wurden gemacht, um den Kioskbetrieb funktionaler zu gestalten und auch größeren Anstürmen standzuhalten. So investierte der Förderverein in einen Würstchenbrühkocher, eine Gastrospülmaschine, einen Kombidämpfer, eine Mikrowelle, einen Kaffeeautomaten und einen Kühlschrank. Eine neue Küchentheke wurde von einem Wehrer Küchenstudio gestiftet, die Beleuchtung erneuert und zwei neue Markisen angebracht.

200 neue Mitglieder gewann der Förderverein, viele mehr sollen es noch werden. "Wir haben viel geleistet und wir haben noch viel vor" , sagte Anja Stadler und dankte namentlich all jenen, ohne deren unerschöpflichen Einsatz der Erfolg so nicht möglich gewesen wäre. Von Erfolg gekrönt ist übrigens auch der neue Facebook-Auftritt des Vereins: Binnen einer Woche nahmen 1529 Personen aus ganz Deutschland Kenntnis vom Förderverein Rheinschwimmbad Schwörstadt.

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BZ VOM 06.05.2013

Qualität des Rheinwassers bedroht Bad

Widerspruch der Gemeinde

SCHWÖRSTADT (old). Trotz der erfolgreichen Arbeit des Fördervereins Rheinschwimmbad machte Vorsitzende Anja Stadler dunkle Wolken am Horizont aus. "Die neue Saison steht unter keinem guten Stern" , sagte sie bezüglich der erneuten Diskussion um die schlechte Wasserqualität des Rheins und die damit drohende Schließung des Badestrandes.

Kritisch äußerte sich Stadler in diesem Zusammenhang über die Informationspolitik seitens der Gemeinde gegenüber dem Förderverein. Bürgermeister Artur Bugger verwies darauf, dass nicht der Förderverein, sondern die Gemeinde Betreiber des Schwimmbads sei. Und auf das derzeitige schwebende Verfahren, das Informationen nach außen nicht zulasse. Nur soviel: Es habe bereits eine Besprechung mit dem Landratsamt gegeben und die Gemeinde sei der Auffassung, den Badebetrieb aufrechterhalten zu können. Der eingelegte Widerspruch gegen den Vorwurf des Verstoßes gegen EU-Richtlinien habe eine aufschiebende Wirkung, so dass es bei der vorgesehenen Öffnung des Bades in der Pfingstwoche bleibe. "Schwörstadt hat das Prädikat EU-Badeplatz nie beantragt, deshalb verwehre ich mich gegen diesen Vorwurf" , erklärte Bugger. Die Gemeinde werde weiterhin Badeproben entnehmen lassen und an Tagen mit schlechter Wasserqualität Schilder mit dem Hinweis "Baden auf eigene Gefahr" aufstellen. Für Bugger ist die Öffnung des Rheinschwimmbades davon unabhängig: "Wir sind nicht auf den Rhein angewiesen." "Der Rhein ist ein wesentlicher Pluspunkt" , hielt Vizevorsitzender Bernhard Masurat dem entgegen.

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BZ vom 28.11.2012

Freibad geht nicht baden

Förderverein übergibt der Gemeinde 12 000 Euro als Zuwendung

SCHWÖRSTADT (old). "Der Dank kann gar nicht groß genug sein." Mit diesen Worten hat Bürgermeister Artur Bugger in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend das Engagement des Fördervereins Rheinschwimmbad Schwörstadt kommentiert. Dessen Vorsitzende Anja Stadler übergab Bugger einen Scheck in Höhe von 12 000 Euro als "Zuwendung des Fördervereins zur Erhaltung des Rheinschwimmbads" .

Die Summe wurde in ehrenamtlicher Arbeit im Kioskbetrieb erwirtschaftet. Mehr als 41 000 Euro betrug der Umsatz, abzüglich aller Kosten verblieben 12 000 Euro. 2000 Stunden wendeten die Fördervereinsmitglieder dafür auf, nochmals 560 Stunden kamen für das Kassenhäuschen dazu. Stadler freute sich auf Nachfrage der Badischen Zeitung über das Engagement des Fördervereins und über die gestiegenen Besucherzahlen. 15 000 Badegäste waren es im Jahr 2011, sogar 17 800 Badegäste kamen 2012. Dabei war die Saison wettermäßig eher durchwachsen. Von 122 Saisontagen war das Bad an 33 Tagen wegen Schlechtwetter ganz geschlossen, an 29 Tagen war das Wetter nur mäßig.

So gesehen erwirtschaftete der Förderverein das Gros der Summe in rund 60 Tagen. Hinzu komme, sagte Stadler, dass der Förderverein Dank des guten Umsatzes Gewerbesteuer bezahlt habe, die auch direkt der Gemeinde zugute komme.

"Es hat sich etwas getan, was man kaum für möglich gehalten hätte", erklärte Bugger rückblickend. In kürzester Zeit sei der Förderverein im Frühling auf die Beine gestellt worden. Und auch wenn das Schwimmbad immer ein defizitärer Betrieb bleiben werde, so wünschte er, dass die Arbeit des Fördervereins weitergehe und wachsen möge.

"Es ist unser Bad", erklärte Bugger und überreichte Stadler ein Präsent für eine großartige Leistung. Dankesworte gab es auch von Günter Bühler für die Arbeit des Ausschusses zum Erhalt des Schwimmbads. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, dennoch gilt es, sich jetzt den Winter über weitere Gedanken für die Zukunft des Bads zu machen", erklärte Bühler.

 
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Die Oberbadische vom 20.9.12

Im Freibad läuft einiges

Oktoberfest schließt Schwörstädter Badesaison ab

Schwörstadt (lu). Ihr blaues Wunder haben die Gäste am Sonntag im Schwörstädter Rheinschwimmbad erlebt. Na ja, es war besser gesagt ein weiß-blaues. Denn am letzten Öffnungstag in dieser Saison lud der Förderverein zum zünftigen Oktoberfest. Und rund 100 Besucher, davon auch einige Unentwegte, die letztmals in den Fluten des Rheines badeten, waren dabei.

"Damit haben wir nochmals einen schönen Abschluss hingelegt", freute sich Anja Stadler, Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung des Rheinschwimmbades. Grundsätzlich ist sie mit dieser ersten Saison hoch zufrieden. "Wenn man bedenkt, dass wir von Null auf Hundert loslegen mussten, ist das schon beachtlich", heißt ihre erste Bilanz.

Und immerhin: Der Förderverein ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen und zählt aktuell 205 Mitglieder. Somit war auch die Bewirtschaftung des Bad-Kiosks kein allzu großes Problem und hat zumeist Freude bereitet. "Einige sind natürlich am Anschlag und sind froh, dass jetzt erst mal wieder Pause ist bis Mai 2013", sagt Stadler. Wie viel letztlich an Geld für die Gemeinde Schwörstadt herausspringt, die ja weiterhin Betreiber des Bades ist, wird erst in der nächsten Mitgliederversammlung Ende Oktober/Anfang November deutlich.

Auch die Badesaison ist offenbar ganz gut gelaufen. Nach knapp 30.000 Besuchern im Jahr 2011 sind es in dieser Saison gut 35.000 Besucher. "Ein schöner Aufschwung", wertete auch Bürgermeister Artur Bugger, der dem Förderverein für seine Arbeit rund um das Bad dankte. Die Rettung des Bades insgesamt hänge indes nicht von diesem Sommer ab, sondern von der Gesamthaushaltslage.

Was Bugger dem Förderverein, unabhängig davon, wie viel Geld durch die Bewirtung im Kiosk in die Gemeindekasse gespült wird, aber hoch anrechnet: Dass die Mitglieder es geschafft haben, dass die Bürger in Schwörstadt inzwischen von "unserem Bad" und nicht dem der Kommune sprechen.

Ungeachtet dessen denkt Fördervereinschefin Anja Stadler aber schon mal an die Zukunft. Bereits jetzt seien einige Vorschläge zur weiteren Verbesserung und Erhöhung der Attraktivität des Schwimmbades da. In einer Mitgliederversammlung soll demnächst entschieden werden, was gemacht wird. Auch Bürgermeister Bugger schaut entspannt aufs nächste Jahr. Durch die gemachten Erfahrungen werde es sicher besser werden als dieses Jahr. "Doch wir müssen dran bleiben, um das Bad langfristig zu retten", so der Rathauschef. Nur mit Bürgern aus Schwörstadt sei das nicht zu schaffen.
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BZ vom 18.09.2012

Der Stammtisch lebt wieder

Förderverein Rheinschwimmbad Schwörstadt ist mit seiner ersten Saison zufrieden

Von unserem Mitarbeiter Rolf Reißmann

SCHWÖRSTADT. Mit einem Oktoberfest hat der Förderverein für das Schwimmbad seine erste Saison beendet. Fröhlich kamen am letzten Öffnungstag alle Vereinsmitglieder und zahlreiche Gemeinderäte. Zum Abbaden war das Wetter gut geeignet, allerdings gehörte eine Portion Mut dazu, denn das Wasser im Becken brachte es nur auf 16 Grad, und der Rhein war mit 18 Grad sogar noch etwas wärmer.

Rund um den Kiosk herrschte Hochbetrieb, und alle waren der Meinung, diese Form zur Unterstützung des Freibades habe sich gelohnt. An allen Tagen mit großem Andrang saßen Vereinsmitglieder an der Kasse und entlasteten so direkt das Personal-Budget der Gemeinde, der Kiosk wurde durchweg ehrenamtlich vom Förderverein betrieben.

Viel mehr als im vergangenen Jahr sei verkauft worden, gleich ob es Eis, Imbiss oder Getränke waren. Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor, die müssen erst errechnet werden. Etwa zehn Personen beteiligen sich an der Kasse, etwa sechs Personen führten den Kiosk.

Neben all den eingekauften Waren unterstützten immer wieder Dorfbewohner diese lobenswerte Initiative mit selbst gebackenem Kuchen, gerade dieser habe stets großen Zuspruch bei den Badegästen gefunden. Vor allem aber hatten alle, die mithalfen, große Freude daran. Das Bad sei wieder stärker als in früheren Jahren zum Treffpunkt geworden, viele Gäste, auch solche, die gar nicht baden gehen wollten, kamen regelmäßig zum Stammtisch. Die Badegäste haben die bessere Versorgung gespürt und gelobt.

Auch vom Weg vor dem Bad kamen etliche Radfahrer und Spaziergänger durch die Tür, um sich hier zu erfrischen und eine gemütliche Rast einzulegen. Und obwohl das Sommerwetter nicht durchgängig heiß war, kamen insgesamt 17 861 zahlende Badegäste, das waren deutlich mehr als im Vorjahr.

Am Sonntag nun saßen die Helfer fröhlich beieinander und freuten sich über das gute Gelingen, die letzten Badegäste nutzten nochmals den schönen Tag auf den Liegewiesen und einige gingen sogar ins Wasser. Der Förderverein erwies sich als eine Form der Bürgerinitiative, die dem Ort sehr geholfen hat.

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BZ vom 28.07.2012

Schwörstadt setzt sich ein fürs Bad

Mit originellen Ideen für den Erhalt des Rheinschwimmbads

Von unserer Mitarbeiterin Hildegard Siebold

SCHWÖRSTADT. Der Zuspruch ist riesig: 140 Mitglieder engagieren sich mittlerweile im Förderverein Rheinschwimmbad Schwörstadt und kämpfen mit tatkräftigem Engagement gegen die Schließung ihres Bads. Seit Beginn der neuen Badesaison am 18. Mai betreut der Förderverein um Vorsitzende Anja Stadler täglich von 10 bis 20 Uhr das Kassenhäuschen und den Kiosk, um Personalkosten für die Gemeinde einzusparen.

"Es läuft sehr gut" , bilanziert Stadler die vergangenen Wochen, die allerdings wetterbedingt noch nicht die großen Besucherzahlen brachten. Rund zehn Mitglieder wechseln sich an der Eintrittskasse ab. Um den Kioskbetrieb aufrechtzuerhalten, wurde inzwischen eine Kraft eingestellt, die in Stoßzeiten und am Wochenende von Mitgliedern des Fördervereins unterstützt wird. Natürlich sei das Angebot abgespeckt worden, so Stadler. Getränke, Eis, Kaffee, verschiedene Brühwürstchen und selbstgebackenen Kuchen offeriert der Kiosk. Die Kuchen "werden von Vereinsmitgliedern und Gönnern gespendet, die unsere Arbeit toll finden" , freut sich Stadler.

Eine Kuchenkühltheke wurde spontan von einem Mitglied organisiert. Auch der beliebte Turnierkicker auf dem Rasen direkt neben dem Kiosk ist eine Spende von Bürgerseite. Stadler ist begeistert vom Engagement der Bürger für ihr Rheinschwimmbad. "Die Erfahrung, dass es tatsächlich so viele Menschen gibt, die bereit sind zu helfen und der große Zuspruch in der Bevölkerung für unsere Arbeit, das ist sensationell" , sagt sie.

Viele Ideen zur Aufwertung des Bads spuken in den Köpfen des Fördervereins herum — einige wurden bereits umgesetzt. So gibt es eine "Event-Arena" , in der jeden Montag und Donnerstag von 16 bis 17 Uhr eine kostenlose Kinderbetreuung für Zwei- bis Fünfjährige angeboten wird. "Damit die Mütter einmal ganz ungestört dem Badevergnügen frönen können" , erklärt Stadler.


Bunter Anstrich für Betonfassade


Die vielen Spielsachen wurden wiederum von Bürgern gespendet. Angedacht sind in der Event-Arena noch weitere Veranstaltungen wie Basteln, eine Weinprobe, kleine Konzerte, ein Frühstücksbrunch und Grillfeste. Auch die örtlichen Vereine unterstützen die Aktivitäten des Fördervereins. Jeden Dienstag von 10 bis 10.30 Uhr bietet der Turnverein Aqua-Gymnastik mit Monika Asal. Auch dieses Angebot ist kostenfrei. "Aber das Spendenschweinchen steht natürlich immer parat" , sagt Stadler schmunzelnd und verweist auf die Infotafel im Eingangsbereich des Schwimmbads, der alle Aktivitäten des Fördervereins zu entnehmen sind.

Auch von außen hat sich das Gesicht des Bads positiv verändert. "Da ist richtig Farbe rein gekommen" , freut sich Stadler über die Malaktion der Grundschule am Heidenstein an der bisher trist-grauen Betonfassade. Jetzt erstrahlt sie in freundlichen Tönen. "Den Grundanstrich und die Farbe hat das Malergeschäft Schneider gespendet." Darauf malten Schüler verschiedener Klassenstufen im Rahmen ihrer Projekttage mi dem Motto: "Aquarium" viele kleine Bullaugen, in denen sich jeder künstlerisch nach seinen eigenen Vorstellungen verwirklichen konnte.

"Wir bleiben dran" , versichert Stadler ob dieses großen Engagements von allen Seiten. Jetzt braucht es nur noch schönes Sommerwetter, damit das Bad in den Sommerferien so richtig floriert. Und natürlich viele Mitglieder, die den Förderverein finanziell, aber auch mit neuen Ideen unterstützen. "Die Mitgliedsbeiträge — mindestens 20 Euro pro Jahr — fließen ausschließlich an den Förderverein zur Aufwertung des Schwimmbads" , versichert Stadler. Für Interessierte gibt es jeden Donnerstag ab 18.30 Uhr einen Mitgliederstammtisch — bei schönem Wetter im Bad, bei Regen im Sportheim.
 
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Die Oberbadische vom 2.6.12

Fluss ist das Problem, nicht das Becken

Trotz schlechter Nachrichten herrscht buntes Treiben im Schwörstädter Freibad

Schwörstadt (rr). Die warmen Tage haben dem Freibad in Schwörstadt gut getan. Zwar kamen nicht gleich hunderte Besucher, aber etliche Stammgäste schauten vorbei. Schließlich ist das Wasser derzeit mit rund 17 Grad noch nicht so warm wie im Hochsommer. Und auch die Nachricht von der Belastung des Rheinwassers trübte den Badespaß nur wenig. Schließlich ist der Fluss das Problem und nicht das Schwimmbecken.

Einige der Besucher kamen auch nur zum Ballspielen auf die Wiesen, andere unterhielten sich gut gelaunt am Kiosk. Aber allesamt bestätigten sie sie einen sehr gelungen Saisonauftakt und unterstützen den freundlichen Einsatz zahlreicher Helfer.

Dabei stand noch vor zwei Monaten über dem Schwörstädter Freibad kein guter Stern. Damals diskutierte der Gemeinderat darüber, ob das Schwimmbad aus Kostengründen geschlossen werden müsste. Das Defizit stieg in den zurückliegenden Jahren immer weiter an, die Betriebskosten müssen gesenkt werden. In dieser turbulenten Sitzung kam die Idee für einen Förderverein auf, dieser gründete sich und brachte neuen Schwung ins Bad. Anja Stadler, vor wenigen Wochen als 1. Vorsitzende gewählt, reißt mit ihrem Elan etliche andere Bad-begeisterte Schwörstädter mit.

Nunmehr ist geregelt, dass bei starkem Andrang Vereinsmitglieder die Kasse führen. Ebenso betreiben sie den Kiosk und andere wiederum mähten den Rasen oder bepflanzten die Blumenbeete. Alles ehrenamtlich! Mittlerweile gehören rund 70 Freunde des Bades zum Förderverein, mehr als 20 helfen aktive mit. Gerne dürften es noch viele mehr sein, denn am Ende der Saison wird das Ergebnis zählen. Der geringe Mitgliedsbeitrag von nur 20 Euro im Jahr wird sicherlich kein Hindernis für einen Beitritt sein.

Wie Anja Stadler sagte, gedeihen derzeit im Förderverein weitere Ideen. So soll eine zeitweise Kinderbetreuung eingerichtet werden, damit auch Mütter mal eine Stunde Zeit finden, in der sie in Ruhe schwimmen gehen können und ihre Kinder dabei in gute Händen wissen. Auch wird schon über kleine musikalische Veranstaltungen gesprochen, das Harmonika-Orchester bot dies an. Der Turnverein plant eine Wassergymnastik. Die graue Außenwand des Bades soll bunt und interessant gestaltet werden. Dazu wird die Schule ihre Projektwochen am Schuljahresende nutzen. Damit die Farben halten, ist ein Grundanstrich auf dem porösen Kalksandstein erforderlich, das Malergeschäft des Ortes signalisierte inzwischen, dabei behilflich zu sein.

Als Besonderheit gilt in Schwörstadt der direkte Zugang vom Schwimmbad in den Rhein. Allerdings erfolgt das Schwimmen im Fluss stets auf eigene Gefahr und unterliegt nicht der Absicherung durch den Badbetreiber. Dennoch steigen fast alle Besucher auch mal in den Fluss. Da wirbelte die Information über angeblich unzureichende Wasserqualität im Fluss in der Vorwoche wieder einmal viel Schlamm auf.

Anja Stadler wunderte sich, dass dieses Probenergebnis von einigen Besserwissern gleich auf das gesamte Bad übertragen wurde, was natürlich falsch ist. Anderseits ändert sich die Wasserqualität täglich. Und wenn er verschmutzt ist, gehe ohnehin keiner drin baden.
 
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Die Oberbadische vom 30.5.12

Umweltagentur: Mangelnde Wassergüte

Freibad Schwörstadt: Wieder einmal zu viele Keime im Rheinwasser

Schwörstadt (lu). "Mangelnde Badewasserqualität" hat die Europäische Umweltagentur dem Rheinschwimmbad in Schwörstadt attestiert. Laut der jüngsten Studie wurden nach Probenentnahmen zu viele Keime im Rheinwasser festgestellt. Wieder einmal!

Bürgermeister Artur Bugger nimmt das Ergebnis allerdings gelassen zur Kenntnis. Zum einen ist es nicht das erste Mal, dass die im Auftrag des Gesundheitsamtes Lörrach gezogenen Proben negativ ausfielen. Zum anderen wird nach Ansicht des Rathauschefs oftmals zum völlig falschen Zeitpunkt gemessen. Wenn nach Regenfällen der Rhein braun oder gelb sei, gehe ohnehin niemand im Fluss schwimmen. "Überdies erfolgt das Baden im Rhein seit eh und je auf eigene Gefahr", betont Bugger. Entsprechende Hinweisschilder sind im Schwimmbad direkt am Rhein aufgestellt. Abgesperrt wird der Zugang zum Rhein stets dann, wenn die Sicht unter Wasser bei weniger als einem Meter liegt.

Vor allem den Zeitpunkt der Probenentnahme hält Bugger oftmals für falsch. Da seien schon Proben gezogen worden, wenn das Bad wegen Schlechtwetter geschlossen war. Als zum Baden untauglich gilt ein Gewässer bereits dann, wenn 20 Prozent der Proben mangelhaft sind, sprich: mehr als die höchst zulässigen 2000 Keime festgestellt werden. Und bei fünf angeordneten Proben im Jahr brauche also gerade mal eine schlecht ausfallen, und schon werde die Wasserqualität als mangelhaft eingestuft.

Dass ab dem nächsten Jahr das Schwörstadt Rheinschwimmbad nicht mehr den Titel "EU-Badeplatz" tragen soll, ficht den Bürgermeister nicht im Mindesten an. "Es wurde ja auch nie ein Antrag auf die Bezeichnung EU-Badeplatz gestellt", moniert der Rathauschef, und stellt klar, dass ein solcher Titel der Gemeinde überhaupt nichts einbringt. Und künftig hat er seinen Bademeister sogar angewiesen, die Proben nach starken Regenfällen nicht mehr zuzulassen. "Das müssen wir uns nicht gefallen lassen", macht er seinem Unmut Luft.

"Wir sind stolz auf unser Schwimmbad am Rhein", betont er stattdessen. Und das Bad soll auch weiterhin so bestehen bleiben wie es ist. Wer im Rhein baden will, tut dies ohnehin auf eigene Gefahr.

Im Übrigen verweist Bugger auch auf die Badestellen im Rhein bei Rheinfelden und bei Basel. "Dort wird ja auch nicht geprobt und die Leute gehen problemlos schwimmen", fühlt er sich in Schwörstadt ein wenig ungerecht behandelt.
 
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Die Oberbadische vom 29.5.12

Lachs ist die Sensation am Hochrhein

5,9 Kilo schweres Exemplar im Zählbecken des Wasserkraftwerks / Wieder in Freiheit entlassen


Rheinfelden. Erst Anfang März hat Energiedienst das naturnahe Fischaufstiegs- und Laichgewässer am neuen Wasserkraftwerk Rheinfelden in Betrieb genommen. Nun hat der erste Lachs das neue Umgehungsgewässer genutzt.

„Das ist eine Sensation“, sagt Jochen Ulrich, Leiter Ökologie und Werkdienst von Energiedienst. Seit den 50er Jahren wurden hier keine Lachse mehr gesichtet. „Es wurde sehr viel unternommen, um dafür zu sorgen, dass er den Weg aus dem Meer wieder zu uns an den Hochrhein zurückfindet. Diese Mühe scheint sich nun gelohnt zu haben.“

Der Lachs wurde im Zählbecken des Kraftwerks Rheinfelden von Mitgliedern des Fischervereins Karsau unter Leitung von Michael Strittmatter aufgefunden und bis zur eindeutigen Bestimmung in einem Becken gehältert.

Peter Weisser, Fischereibehörde, Regierungspräsidium Freiburg: „Bei dem Tier handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Lachs und nicht um eine Meerforelle oder große Rheinforelle. Durch große Anstrengungen der Rheinanliegerstaaten und auch des Landes sowie der Kantone der Nordwestschweiz zur Wiederansiedlung des Lachses ist es seit einigen Jahren gelungen, langsam wieder einen Lachsbestand im Rhein aufzubauen. Aus Wiederansiedlungsprojekten stammende Lachse steigen wieder vom Meer in den Rhein auf, um sich dort und insbesondere in den Rheinzuflüssen fortzupflanzen.

Zuletzt stiegen regelmäßig Lachse bis in den mittleren und teilweise bis in den südlichen Oberrhein und die dortigen Zuflüsse auf. In den letzten Jahren wurde die natürliche Fortpflanzung in baden- württembergischen Rheinzuflüssen wie Kinzig und Murg nachgewiesen.

Die stark eingeschränkte Durchwanderbarkeit etlicher Kraftwerke am südlichen Oberrhein hat die Ausbreitung der Lachse rheinaufwärts bislang aber noch verhindert. Wie das jetzige Beispiel am Hochrhein zeigt, finden einzelne Exemplare aber den Weg über die Schiffsschleusen der Kraftwerke am südlichen Oberrhein gewässeraufwärts.

Bei konsequenter Weiterführung der bisherigen Anstrengungen sowohl im Rhein als auch in den Rheinzuflüssen wird auch der Lachs im südlichen Oberrhein und im Hochrhein wieder heimisch werden.“

Der 89 Zentimeter lange und 5,9 Kilo schwere Lachs wurde im sogenannten Zählbecken gefunden. Nachdem der Lachs vermessen und Schuppen so wie eine Gewebeprobe entnommen wurden, konnte er seine Wanderschaft im Rhein fortsetzen. Mehrere Fischereiexperten haben den Fisch als Lachs identifiziert. Die Sicherheit liegt bei rund 99 Prozent. Hundertprozentige Sicherheit wird es nach der DNA-Probe geben.
 
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BZ vom 26.05.2012

Einbrecher im Schwörstadter Schwimmbad

Erheblicher Schaden

SCHWÖRSTADT (BZ). War das Schwimmbad in Schwörstadt gerade noch wegen der Wasserqualität der Freibadestelle am Rhein in den Medien, kommt schon das nächste Unglück. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag machte sich dort nämlich ein Einbrecher zu schaffen. Der Unbekannte öffnete nach Informationen der Polizei gewaltsam den Maschendrahtzaun an der Ostseite des Geländes und betrat das Areal.

Ebenso gewaltsam wurde anschließend die Tür zum Umkleide- und Lagerraum des Bademeisters geöffnet und durchsucht. Danach versuchte der Einbrecher, mit brachialer Gewalt die Tür zum Kiosk aufzubrechen. Die war aber so stabil, dass sie trotz intensiver Bemühungen des Einbrechers diesen stand hielt. Beute machte der Einbrecher nicht, hinterließ aber einen erheblichen Sachschadens, bevor er verschwand.

Hinweise zum Einbruch nimmt das Polizeirevier Rheinfelden unter 07623 /74040 entgegen.
 
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BZ vom 26.05.2012

Sensation: Lachs wandert bis nach Rheinfelden

Hochrhein

Der Lachs ist in das Umgehungsgewässer am erst Anfang März von der Firma Energiedienst in Betrieb genommenen, naturnahen Fischaufstiegs- und Laichgewässer am neuen Wasserkraftwerk geschwommen. "Das ist eine Sensation" , sagt Jochen Ulrich, Leiter Ökologie und Werkdienst von Energiedienst.

Laut Ulrich wurden seit den 50er Jahren keine Lachse mehr hier gesichtet. Es wurde viel von verschiedenen Seiten unternommen, um dafür zu sorgen, dass der Lachs den Weg aus dem Meer wieder bis an den Hochrhein zurückfindet und hier wieder heimisch wird. Zum Beispiel haben die Kraftwerksbetreiber die Fischaufstiegsanlagen optimiert. "Diese Mühe scheint sich nun gelohnt zu haben" , sagte Ulrich. "Wir freuen uns sehr, dass wir den Lachs hier gefunden haben und dies zugleich zeigt, dass unser Umgehungsgewässer auch tatsächlich lachsgängig ist. Und die Kraftwerke flussabwärts scheinen dies auch zu sein."

Der Lachs wurde am Mittwoch im Zählbecken des Kraftwerks von Mitgliedern des Fischervereins Karsau unter Leitung von Michael Strittmatter aufgefunden und bis zur eindeutigen Bestimmung in einem Becken gehältert, das bedeutet in der Fischersprache, er wurde aufbewahrt, aber nicht gefüttert.

Peter Weisser von der Fischereibehörde des Regierungspräsidiums Freiburg bestätigte: "Bei dem Tier handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Lachs und nicht um eine Meerforelle oder große Rheinforelle." Durch große Anstrengungen der Rheinanliegerstaaten und des Landes Baden-Württemberg sowie der Kantone der Nordwestschweiz zur Wiederansiedlung des Lachses sei es seit einigen Jahren gelungen, langsam wieder einen Lachsbestand im Rhein aufzubauen. "Aus Wiederansiedlungsprojekten stammende Lachse steigen wieder vom Meer in den Rhein auf, um sich dort und insbesondere in den Rheinzuflüssen fortzupflanzen."

Zuletzt stiegen regelmäßig Lachse bis in den mittleren und teilweise bis in den südlichen Oberrhein und die dortigen Zuflüsse auf. Zuletzt wurde die natürliche Fortpflanzung in baden-württembergischen Rheinzuflüssen wie der Kinzig und Murg nachgewiesen. Die stark eingeschränkte Durchwanderbarkeit etlicher Kraftwerke am südlichen Oberrhein hat die Ausbreitung der Lachse rheinaufwärts verhindert. Wie das jetzige Beispiel am Hochrhein zeigt, finden einzelne Exemplare aber den Weg über die Schiffsschleusen der Kraftwerke am südlichen Oberrhein flussaufwärts. Bei konsequenter Weiterführung der Anstrengungen im Rhein als auch in seinen Zuflüssen würde der Lachs im südlichen Oberrhein und im Hochrhein wieder heimisch werden.

Der 89 Zentimeter lange und 5,9 Kilogramm schwere Lachs wurde im sogenannten Zählbecken gefunden. Seit Anfang April zählt, vermisst und bestimmen Energiedienst, der Fischerverein Karsau und der Fischerverein Bezirk Rheinfelden/Schweiz die Fische, die die neuen Fischaufstiegsmöglichkeiten am Wasserkraftwerk nutzen. Ziel ist, zu erfahren, ob die Anlagen von den Tieren angenommen werden. Neben dem naturnahen Fischaufstiegs- und Laichgewässer können Fische durch einen Raugerinne-Beckenpass auf deutscher Seite und einen sogenannten Vertical-Slot-Fischpass auf Schweizer Seite aufsteigen.

Der Lachs wurde vermessen und ihm wurden Schuppen sowie eine Gewebeprobe entnommen, dann konnte er seine Wanderschaft im Rhein fortsetzen. Fischereiexperten identifizierten ihn als Lachs. Die Sicherheit liegt bei 99 Prozent. Hundertprozentige Sicherheit gibt die Analyse der DNA-Probe, die das Regierungspräsidium in Auftrag gegeben hat.
 
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BZ vom 25.05.2012

EU-Studie: Rheinwasser bei Schwörstadt verkeimt

Badewasserqualität

Von unserem Redakteur Ralf Staub

Bürgermeister Artur Bugger hält den Zeitpunkt der Probenentnahme für falsch, das Gesundheitsamt will Schwörstadt für das Jahr 2013 als EU-Badegewässer abmelden, weil das Wasser seit Jahren mit Keimen belastet ist.

Was als EU-Badegewässer bestehen will, muss sich regelmäßig beproben lassen, sagt Irma Baumeister, im Fachbereich Gesundheit des Landratsamtes unter anderem für die Badegewässer zuständig. Die einschlägigen Verordnungen schreiben vor, dass während der Badesaison, die definitionsgemäß vom 1. Juni bis 15. September dauert, im Auftrag und auf Kosten der Kommune fünf bis zehn Proben gezogen und analysiert werden müssen. Die Ergebnisse gehen dann über das Umweltministerium des Landes an die EU.

Im beauftragten Labor wird die Konzentration bestimmter Bakterienarten untersucht, einschließlich fäkaler Streptokokken und Colibakterien, beides Darmkeime, die bei geschwächten Menschen Infektionen oder Durchfall auslösen. Werden sie gefunden, deutet dies auf Abwässer etwa aus Kläranlagen oder Abfallprodukten der Tierhaltung hin.

Im Landkreis Lörrach gibt es zwei Badeorte, die als EU-Badegewässer geführt werden: der Nonnenmattweiher bei Neuenweg und eben der Rhein bei Schwörstadt. Seit 2004 liegen Werte für Schwörstadt vor — die Einstufung nach der Analyse war stets mangelhaft, so Baumeister. Wobei in den Jahren 2009 und 2010 der Rheinzugang gesperrt war. Deshalb geht die Fachfrau davon aus, dass — wie in den Jahren zuvor fast alle anderen Badeorte im Landkreis — auch Schwörstadt nicht mehr für die Liste der Badegewässer gemeldet wird.

Abhilfe zu schaffen geht ohnehin nicht: Es liegt nicht im Ermessen von Schwörstadt, rhein- oder aareaufwärts liegende Kläranlage hochwasserfest zu machen. Der Verlust des Status "EU-Badegewässer" wird für Schwörstadt zu verschmerzen sein — im Gegenteil: Dabei würde noch das Geld für die Proben gespart. Und jeder, der es tun will, kann auch weiterhin nach Belieben im Rhein baden — verboten ist es nicht, und auch bisher geschah dies "Auf eigene Gefahr" , wie Schilder am Rheinufer besagen.

Bürgermeister Artur Bugger kann den Probenrhythmus ohnehin nicht nachvollziehen: "Wenn der Rhein gelb ist, badet niemand" , die Gemeinde sperre dazu den Zugang in den Rhein mit einem Seil, wenn die Sicht unter Wasser unter einem Meter liegt. Um ein "mangelhaft" in der Bewertung zu erhalten, genüge es bereits, wenn eine von fünf Proben zu viele Keime enthält, moniert.

Künftig will der Bürgermeister seinen Schwimmmeister anweisen, nach starken Regenfällen keine Probenentnahme mehr zuzulassen. "Das lasse ich mir einfach nicht mehr gefallen" , sagt Bugger, zumal die Gemeinde den Status eines EU-Badegewässers nie beantragt habe. Viel wichtiger ist Bugger, dass das Wasser in den Becken im Schwimmbad absolut sauber ist.
 
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BZ vom 21.05.2012

Der Bad-Förderverein hat noch jede Menge Ideen

Bereits mehr als 60 Bürger engagieren sich für den Erhalt des Rheinbads / Zur Euromeisterschaft gibt’s Public Viewing

SCHWÖRSTADT (bry). Wenn das Rheinschwimmbad erhalten werden soll, dann ist reden nicht genug, dann muss etwas getan werden. Mit dieser Überzeugung haben sich in kürzester Zeit etwa 60 Bürger in einem Förderverein zusammengeschlossen und setzen sich für den Erhalt und den Betrieb des Rheinschwimmbads ein. Als erste Aktion übernahm der Förderverein den verwaisten Kiosk im Bad. "Für uns war keine Diskussion, dass ein Schwimmbad einen Kiosk braucht, an dem sich die Besucher mit Getränken, Eis und Leckereien versorgen können", betont Vorsitzende Anja Stadler. Also besorgte der Förderverein kurzerhand eine Konzession und übernahm den Kiosk in Eigenregie. Auch Unterstützung im Kassenhäuschen wurde organisiert wie auch Hilfsdienste bei der Pflege der Rasen- und Blumenanlagen selbst.

Zur Eröffnung der diesjährigen Badesaison hatte der Förderverein am Samstag einen Grillstand aufgebaut und bot den Besuchern Herzhaftes an. "Es ist nicht das beste Badewetter", kommentierte Bernhard Masurat, "aber wir sind doch froh, dass einige der Einladung gefolgt sind." Der Förderverein möchte durch weitere Angebote für die Gäste, die Attraktivität des Bads erhöhen und mehr Aufmerksamkeit in der Region wecken. "Wir denken daran, an besonderen Tagen eine Kinderbetreuung im Bad einzurichten, damit Mütter und Väter in Ruhe schwimmen können und sich nicht um ihre Kleinen kümmern müssen", erläutert Anja Stadler die weiteren Pläne. "Darüber hinaus wollen wir am Morgen Wassergymnastik für Senioren anbieten, und zur EM organisieren wir ein Public Viewing im Bad." Auch das Grillfest wird wiederholt werden, "wenn es etwas sommerlicher ist", wie Bernhard Masurat ankündigt.

Der Förderverein hat inzwischen einen eigenen Internet-Auftritt, wo alle Aktionen und Attraktionen angekündigt werden:
www.rheinschwimmbad.de
 
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Die Oberbadische vom 21.5.12

12 Grad Wassertemperatur

Sieben Badegäste zur Schwimmbaderöffnung in Schwörstadt

Schwörstadt (lu). Jetzt erst recht: Auch vom bescheidenen Start in die neue Badesaison lässt sich der neue Förderverein Rheinschwimmbad Schwörstadt nicht entmutigen.

Witterungsbedingt kamen am Freitag zum Gratis-Eröffnungstag gerade mal sieben Badegäste, am Samstag zur Angrillaktion des Fördervereins waren‘s auch kaum mehr. 12 Grad Wassertemperatur lockten nicht einmal Hartgesottene an. Gleichwohl geht Vorsitzende Anja Stadler in die Offensive und betont: "Wir schauen, dass wir das Grillen in absehbarer Zeit wiederholen können.“

Anja Stadler kündigte für die Saison jede Menge Aktivitäten rund ums Rheinschwimmbad an. Stundenweise Kinderbetreuung, wenn die Eltern mal entspannt baden wollen, Wassergymnastik für Senioren, Schüler-Malaktion an der Außenfassade oder auch Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft sind unter anderem geplant.

Oberstes Ziel sei, in Schwörstadt eine Art Stimmung von "Mein Schwimmbad" zu entfachen, um so langfristig die Freizeiteinrichtung am Rhein erhalten zu können.

"Vielleicht können wir ja auch ein wenig vom Umbau des Laguna in Weil am Rhein profitieren", hofft Bernhard Masurat, zweiter Vorsitzender des Fördervereins. Es müsse einfach in nächster Zeit gelingen, viel mehr Menschen von der Attraktivität der wunderbaren Liegewiese und dem Schwimmen im Rhein zu überzeugen.

Natürlich soll auch der vom Förderverein betriebene Bad-Kiosk dabei mithelfen. Die Ausgabe von gekühlten Getränken, Eis und Kaffee ist ohnehin kein Problem. Die Konzession fürs Servieren von Speisen liegt inzwischen vor. Doch wird vereinsintern noch diskutiert, was letztendlich angeboten werden soll.

Der Kiosk soll im Übrigen in Eigenregie täglich von 12 bis 19 Uhr geöffnet werden. Ob es dafür auch eine externe Arbeitskraft, finanziert von der Agentur für Arbeit über das so genannte "50 plus Programm", geben wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Das Rheinschwimmbad ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
 
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BZ vom 16.05.2012

Schwimmbad öffnet Freitag

Freier Eintritt am 18. Mai

SCHWÖRSTADT (BZ). Das Schwörstädter Schwimmbad eröffnet seine Saison am Freitag, 18. Mai, 13 Uhr, bei freiem Eintritt. Während der Badesaison ist es täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Den Schwimmbadkiosk betreibt bis auf weiteres der Förderverein. Es werden Getränke, Eis und Kaffee angeboten. Die Badegebühren für das Schwimmbad Schwörstadt kosten für die Tageskarte für Erwachsene 3 Euro, für Jugendliche von sechs bis 18 Jahren sowie Schüler, Studenten und Schwerbehinderte 1,50 Euro. Ermäßigte Preise gibt es bei der Abendkarte ab 18 Uhr. Außerdem gibt es vergünstigte Preise für 12er- und Jahreskarten. Die Familienkarte gibt es als Jahreskarte für 130 Euro. Der Förderverein für das Rheinschwimmbad lädt am 19. Mai ab 12 Uhr zum Angrillen ein. Da der Kiosk von Mitgliedern des Fördervereins geführt wird, wird dieser vorerst eingeschränkt geöffnet sein.
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BZ vom 09.05.2012

Der Eintrittspreis bleibt bei 3 Euro

Gemeinderat stimmt über Gebühren für Rheinschwimmbad ab

Von unserer Mitarbeiterin Hildegard Siebold

SCHWÖRSTADT. Die Eintrittsgebühren für das Rheinschwimmbad in Schwörstadt werden nicht erhöht. Mit knapper Mehrheit sprach sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend dafür aus, den Eintrittspreis in Höhe von drei Euro zumindest in diesem Jahr beizubehalten.

Eine Erhöhung um einen Euro für Einzeleintritte Erwachsener hatte die Verwaltung vorgeschlagen. "Durch die Unterstützung des neuen Fördervereins sind wir finanziell längst nicht aus dem Schneider" , warb Bürgermeister Artur Bugger in der Sitzung für die Erhöhung. Bei rund 6000 Einzelzahlern pro Saison mache das eine passable Summe, rechnete Bugger vor.

Er verhehlte aber auch nicht, dass der Förderverein von einer Anhebung der Schwimmbadgebühren abrate. "Ich bitte wirklich darum, uns in dieser Sache keine Knüppel zwischen die Beine zu legen" , appellierte Fördervereinsvorsitzende Anja Stadler, die neben rund 30 weiteren Bürgern in die Sitzung gekommen war. Der Förderverein habe innovative Ideen entwickelt. So wolle er regelmäßig Seniorenwassergymnastik anbieten und auch ein samstägliches Angrillen im Schwimmbad. "Lasst uns einfach mal anfangen" , bat sie, die Erhöhung des Eintrittspreises zumindest um ein Jahr aufzuschieben.

Während Gemeinderat Wolfgang Eckert (Unabhängige Bürger) sich für eine moderatere Erhöhung auf 3,50 Euro aussprach, stellten Doris Schütz und Harald Ebner von der CDU den Antrag, zu diesem Zeitpunkt, da der Förderverein gerade mit seiner Arbeit beginne, auf eine Erhöhung zu verzichten. Hinzu komme nach Ansicht von CDU-Seite, dass alle Vergleichszahlen der Umgebung unter vier Euro liegen.

Bei fünf Ja-Stimmen, einer Ablehnung und drei Enthaltungen ging der Antrag gegen eine Erhöhung schließlich durch. Der Vorschlag von Ilse Keser (Freie Wähler), dass bereits Jugendliche ab 16 Jahren den Erwachseneneintritt berappen — bisher zahlten diese bis 18 Jahre die Hälfte — wurde fallengelassen.
 
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Die Oberbadische vom 9.5.12

Der Preis bleibt

Aufatmen der Schwörstädter Badfreunde

Schwörstadt (lu). Aufatmen beim Förderverein Schwimmbad: Die drohende Erhöhung der Eintrittsgelder in diesem Jahr ist vorerst vom Tisch. Mehrheitlich (fünf Ja, eine Nein, vier Enthaltungen) stimmte der Gemeinderat gegen eine Verteuerung des Eintrittspreises von drei auf vier Euro für Erwachsene. Auch für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren bleibt es bei 1,50 Euro. Damit war die eindringliche Bitte der Vorsitzenden Anja Stadler, dem Förderverein nicht gleich einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, auf fruchtbaren Boden gefallen.

Zuvor hatte die Vorsitzende dem Gremium erklärt, dass sie überzeugt ist, das Bad am Rhein künftig mit innovativen Ideen wieder mehr beleben zu können. Zur Eröffnung, vermutlich am Samstag, 19. Mai, gibt es nicht nur freien Eintritt, sondern es wird auch angegrillt. Donnerstags zwischen 10 und 11 Uhr soll es Senioren Wassergymnastik geben. Eine neue Homepage (www.rheinschwimmbad.de) soll über alles Wissenswerte zum Bad informieren. Schilder am Ortseingang sollen zudem fürs Schwimmbad werben.

Eingangs hatte Bürgermeister Artur Bugger dem Gremium noch zu einer Erhöhung der Preise geraten. "Die Konsolidierung des Haushalts zwingt uns förmlich dazu", so der Rathauschef. Allein mit der Gründung des Fördervereins sei man noch lange nicht aus der Misere. Etwa 50.000 Euro Defizit müssten beim Schwimmbad jährlich aufgefangen werden, womit rund ein Fünftel des frei zur Verfügung stehenden Betrags vom Etat ans Bad gehen. Bei einer Erhöhung der Eintrittspreise sei zwar mit dem einen oder anderen Badegast weniger zu rechnen. Doch unterm Strich könne man bei geschätzten 6000 bis 7000 Einzelzahlern auch mit Mehreinnahmen von 6000 bis 7000 Euro rechnen.

Mehrere Ratsmitglieder fürchteten indes, dass die Preiserhöhung dem Schwimmbad eher schadet als nützt. "In diesem Jahr den Preis erst mal stabil halten und mal abwarten, was geht", erklärte Doris Schütz (CDU). "Erst mal attraktiv werden", riet Fraktionskollege Harald Ebner. Und auch Jörg Schmidt mahnte: "In der ganzen Umgebung gibt es keine vier Euro Badeeintritt." Ilse Keser (Freie Wähler) hatte als Kompromiss einen Preis von 3,50 Euro vorgeschlagen. Die anschließende Abstimmung führte dazu, dass zunächst mal alles beim Alten bleibt.
 
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Südkurier vom 7.5.12

Gemeinderat berät über Badegebühren

Die Sitzung findet heute Abend um 20 Uhr im Rathaus statt.

Im Sitzungszimmer des Rathauses findet am heutigen Montag, 7. Mai, um 20 Uhr die Gemeinderatssitzung von Schwörstadt statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Beratung und Beschlussfassung über die Erhöhung der Badegebühren für das Schwimmbad und der Antrag des Fördervereins Schwimmbad Schwörstadt für ein Malprojekt an der Außenwand des Schwimmbads sowie weitere Beratungen und Beschlüsse.
 
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Südkurier vom 7.5.12

Förderverein mit eigener Homepage

Die Retter des Schwörstadter Schwimmbads sind jetzt auch im Internet vertreten. Dort kann man sich informieren und beitreten

Zum dritten Mal trafen sich Mitglieder des Fördervereins Schwimmbad, und solche die es noch werden wollen, zur Vorbereitung der neuen Badesaison. Es stellte sich heraus, dass alle mit großem Elan die anfallenden Arbeiten bewältigen wollen. Es wurden bereits Veranstaltungen geplant und Arbeiten verteilt. Die Werbeagentur „q-solutions“ aus Lörrach hat von den Nöten der Schwimmbadfinanzierung in der Zeitung gelesen und zur Unterstützung des Fördervereins kostenlos eine Homepage erstellt. Unter der Rubrik „Aktuelles“ können sich Interessierte über Veranstaltungen des Fördervereins informieren.

Der Förderverein sucht weiterhin Personen, die den Verein mittragen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Einmal im Rahmen einer Passivmitgliedschaft mit einem in der Höhe selbst zu wählenden Jahresbeitrag (mindestens 20 Euro) oder eine Aktivmitgliedschaft. Diese beinhaltet den ebenfalls selbst zu wählenden Jahresbeitrag (mindestens 20 Euro) und zusätzliche ehrenamtliche Arbeitseinsätze an Kasse, und/oder Kiosk, und/oder Veranstaltungen. Eine Liste für Helfer im Kiosk und Kassenhäuschen liegt bis zur Schwimmbaderöffnung am 18. Mai bei Gabi's Geschenklädeli aus. In diese kann man sich eintragen. Um den Förderverein zu stärken, grillen die Mitglieder im Schwimmbad am Samstag, 19. Mai, von 12 Uhr an. Am Donnerstag, 17. Mai (Vatertag), wird es einen Infostand am Hock im Festschopf geben. Beitragsformulare liegen aus bei: Gabi's Geschenklädeli, Metzgerei Schneider, Bäckerei Steigerwald und Sparkasse Schwörstadt. Der Förderverein nimmt außerdem Spenden an. Die Aktiven im Förderverein hoffen, dass viele mithelfen, das etwas andere Schwimmbad am Rhein mit Urlaubsflair zu retten.
 
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BZ vom 7.5.12

Förderverein schafft Basis fürs Freibad

Mitgliederwerbung läuft.

SCHWÖRSTADT (BZ). Zum dritten Mal trafen sich Mitglieder des Fördervereins Schwimmbad, und solche die es noch werden wollen, zur Vorbereitung der neuen Badesaison. Es stellte sich heraus, dass alle mit großem Elan die anfallenden Arbeiten bewältigen wollen. Es wurden bereits Veranstaltungen geplant und Arbeiten verteilt. Die Werbeagentur "q-solutions" aus Lörrach hat von den Nöten der Schwimmbadfinanzierung in der Zeitung gelesen und zur Unterstützung des Fördervereins kostenlos eine Homepage erstellt. Unter der Rubrik "Aktuelles" können sich Interessierte über Veranstaltungen des Fördervereins informieren: http://www.rheinschwimmbad.de
Der Förderverein sucht weiterhin Personen, die den Verein mit tragen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Einmal mit einer Passivmitgliedschaft, mit einem in der Höhe selbst zu wählenden Jahresbeitrag (mindestens 20 Euro), oder eine Aktivmitgliedschaft. Diese beinhaltet den ebenfalls selbst zu wählenden Jahresbeitrag (mindestens 20 Euro) und zusätzliche ehrenamtliche Arbeitseinsätze an Kasse, und/oder Kiosk, und/oder Veranstaltungen. Eine Liste für Helfer im Kiosk und Kassenhäuschen liegt bis zur Schwimmbaderöffnung am 18. Mai bei Gabi’s Geschenklädeli aus. In diese kann man sich eintragen. Um den Förderverein zu stärken, grillen die Mitglieder im Schwimmbad am Samstag, 19. Mai, von 12 Uhr an. Am Donnerstag, 17. Mai (Vatertag) wird es einen Infostand am Hock im Festschopf geben.

Beitragsformulare liegen aus bei: Gabi´s Geschenklädeli, Metzgerei Schneider, Bäckerei Steigerwald und Sparkasse Schwörstadt. Der Förderverein nimmt außerdem Spenden an. Die Aktiven im Förderverein hoffen, dass viele mithelfen, das etwas andere Schwimmbad am Rhein mit Urlaubsflair zu retten.

Info: Informationen gibt die Vorsitzende Anja Stadler, Tel. 07762/7725, eMail: stadler_anja@t-online.de . Beitrittserklärungen können ebenfalls von der Homepage des Fördervereins herunter geladen werden.
 
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BZ vom 28.04.2012

Förderer des Schwimmbads

Versammlung am Donnerstag

SCHWÖRSTADT (BZ). Am 18. April hat sich in Schwörstadt der Förderverein Rheinschwimmbad Schwörstadt gegründet. Mit 37 Gründungsmitgliedern schuf er eine Grundlage, um ausschließlich den Vereinszweck — den Erhalt und die Förderung des Schwimmbades — auf Dauer zu gewährleisten. Der Zweck soll durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Veranstaltungserlöse und Arbeitseinsätze erreicht werden. Das Schwimmbad könne attraktiver gestaltet und durch gezielte Werbung bekannter gemacht werden, schreibt der Verein in einer Mitteilung.

Dazu wünscht sich der Verein die Unterstützung der Bürger. Mit 20 Euro Mindestbeitrag pro Jahr kann man ihn als Mitglied unterstützen. Auch durch die aktive Mitarbeit kann das Schwimmbad in den Sommermonaten mit zusätzlichen Veranstaltungen mit Leben gefüllt und zu einem zentralen Mittelpunkt der Gemeinde werden. Da die Öffnung des Bades bald erfolgen soll, sind alle Bürger von Schwörstadt und Dossenbach zur Versammlung des Fördervereins Rheinschwimmbad am Donnerstag, 3. Mai, 19 Uhr, ins Sportheim Schwörstadt eingeladen.
 

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Südkurier vom 20.4.12

Gemeinsam fürs Schwimmbad

39 Schwörstadter gründen Förderverein zur Rettung ihres Freibads und wählen Anja Stadler zu ihrer Vorsitzenden

„Ich bin dabei – Rheinschwimmbad Schwörstadt“: 39 Bürgerinnen und Bürger bekundeten am Mittwochabend in der Gründungsversammlung des „Fördervereins Rheinschwimmbad Schwörstadt“ ihren Willen, sich aktiv für den Erhalt des Schwimmbads einzusetzen. An der Spitze des Fördervereins stehen Anja Stadler und Bernhard Masurat. Die Kasse führt Gudrun Stadler, Schriftführerin ist Katja Koch.

Es war keine leichte Geburt: Euphorie und Zweifel wechselten sich in dreistündigen Wehen ab, bevor 39 Gründungsmitglieder ihre Unterschrift für den Förderverein leisteten. Mit emotionalen Appellen hatte Anja Stadler eingangs für die Rettung des Schwimmbads geworben. „Ich lasse mich für Dinge begeistern, auch für das Schwimmbad“, erklärte sie und hoffte auf viele, die mit ihr auf diese Welle aufspringen. „Es ist unser Schwimmbad, unser Anlaufpunkt – wenn es schließt, haben wir nichts mehr im Ort“, appellierte sie, „nicht das Haar in der Suppe zu suchen, sondern sich euphorisch anstecken zu lassen“.

„Arbeitsdienst heißt Kassenhäuschen im Zwei-Stunden-Takt – eine sitzende Tätigkeit mit wenig körperlicher Anstrengung“, warb sie. Das brauche maximal fünf Leute pro Tag, 35 in der Woche. Dasselbe, so Stadler, gelte für den Kiosk. „Eine Flasche Bier aufmachen, auf den Knopf der Kaffeemaschine drücken, ein Eis aus der Truhe holen: Mehr machen wir nicht – noch nicht“, erklärte sie voller Zuversicht. Den Einkauf übernehme der Sportheim-Wirt. Zweifel und Fragen blieben dennoch: Etwa ob sich genügend Freiwillige für die Arbeit insbesondere im Kiosk finden lassen und ob genügend Geld erwirtschaftet werden könne. „Sonst wird das Bad im nächsten Jahr doch geschlossen“, befürchteten einige.

„Wenn wir nicht bereit sind, etwas zu investieren, dann müssen wir mit den Konsequenzen leben“, entgegnete Günter Schütz, der gemeinsam mit Stadler die Gründungsversammlung leitete. „Es ist eine Chance, keine Garantie“, fügte er hinzu und verwies unabhängig von den finanziellen Einnahmen auf die hohe Signalkraft des bürgerschaftlichen Engagements. „Wenn die Bürger sich einbringen, welcher Gemeinderat würde dann einer Schließung des Schwimmbads zustimmen“, zeigte sich auch CDU-Vorsitzender Harald Ebner überzeugt von der Wirkung.

Einig war sich die Versammlung, dass der Mitgliedsbeitrag, der auf mindestens 20 Euro pro Jahr festgelegt wurde, nicht zur Deckung des Defizits verwendet werden darf. Vielmehr sollen die Gelder für Anschaffungen eingesetzt werden, um das Bad aufzuwerten. „Der Förderverein bestimmt, was mit dem Geld passiert“, erklärte Schütz. Die Ersparnis für die Gemeinde liege bei den Personalkosten für die Kasse und den Kiosk. Allerdings plädierte Schütz dafür, sich aufgrund der wenigen Wochen bis zur Schwimmbadöffnung, erst einmal auf die Besetzung der Kasse zu konzentrieren. „Geht dann beim Kiosk auch noch was, umso besser“, befand er. Bis zur Schwimmbadöffnung Mitte Mai soll nun intensive Mitgliederwerbung betrieben werden. „Tragt es hinaus und sucht weitere Mitstreiter“, appellierte Anja Stadler an die Versammlung und verwies darauf, dass eine Mitgliedschaft nicht automatisch Arbeitsdienste nach sich ziehe.
 
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BZ vom 20.04.2012

Rheinschwimmbad-Förderverein hat erste Mitglieder

Damit das Bad in Schwörstadt erhalten werden kann, wird ehrenamtliches Engagement von den Bürgern gefordert

Von unserer Mitarbeiterin Hildegard Siebold


SCHWÖRSTADT. "Ich bin dabei — Rheinschwimmbad Schwörstadt" : 39 Bürgerinnen und Bürger bekundeten am Mittwochabend in der Gründungsversammlung des "Fördervereins Rheinschwimmbad Schwörstadt" ihren Willen, sich aktiv für den Erhalt des Schwimmbads einzusetzen. An der Spitze des Fördervereins stehen Anja Stadler und Bernhard Masurat. Die Kasse führt Gudrun Stadler, Schriftführerin ist Katja Koch.

Es war keine leichte Geburt: Euphorie und Zweifel wechselten sich in dreistündigen Wehen ab, bevor 39 Gründungsmitglieder ihre Unterschrift für den Förderverein leisteten. Mit emotionalen Appellen hatte Anja Stadler eingangs für die Rettung des Schwimmbads geworben. "Ich lasse mich für Dinge begeistern, auch für das Schwimmbad" , erklärte sie und hoffte auf viele, die mit ihr auf diese Welle aufspringen. "Es ist unser Schwimmbad, unser Anlaufpunkt — wenn es schließt, haben wir nichts mehr im Ort" , appellierte sie, "nicht das Haar in der Suppe zu suchen, sondern sich euphorisch anstecken zu lassen" . "Arbeitsdienst heißt Kassenhäuschen im Zwei-Stunden-Takt — eine sitzende Tätigkeit mit wenig körperlicher Anstrengung" , warb sie. Das brauche maximal fünf Leute pro Tag, 35 in der Woche. Dasselbe, so Stadler, gelte für den Kiosk. "Eine Flasche Bier aufmachen, auf den Knopf der Kaffeemaschine drücken, ein Eis aus der Truhe holen: Mehr machen wir nicht — noch nicht" , erklärte sie voller Zuversicht. Den Einkauf übernehme der Sportheim-Wirt.

Zweifel und Fragen blieben dennoch: Etwa ob sich genügend Freiwillige für die Arbeit insbesondere im Kiosk finden lassen und ob genügend Geld erwirtschaftet werden könne. "Sonst wird das Bad im nächsten Jahr doch geschlossen" , befürchteten einige. "Wenn wir nicht bereit sind, etwas zu investieren, dann müssen wir mit den Konsequenzen leben" , entgegnete Günter Schütz, der gemeinsam mit Stadler die Gründungsversammlung leitete.

"Es ist eine Chance, keine Garantie" , fügte er hinzu und verwies unabhängig von den finanziellen Einnahmen auf die hohe Signalkraft des bürgerschaftlichen Engagements. "Wenn die Bürger sich einbringen, welcher Gemeinderat würde dann einer Schließung des Schwimmbads zustimmen" , zeigte sich auch CDU-Vorsitzender Harald Ebner überzeugt von der Wirkung.

Einig war sich die Versammlung, dass der Mitgliedsbeitrag, der auf mindestens 20 Euro pro Jahr festgelegt wurde, nicht zur Deckung des Defizits verwendet werden darf. Vielmehr sollen die Gelder für Anschaffungen eingesetzt werden, um das Bad aufzuwerten. "Der Förderverein bestimmt, was mit dem Geld passiert" , erklärte Schütz. Die Ersparnis für die Gemeinde liege bei den Personalkosten für die Kasse und den Kiosk. Allerdings plädierte Schütz dafür, sich aufgrund der wenigen Wochen bis zur Schwimmbadöffnung, erst einmal auf die Besetzung der Kasse zu konzentrieren. "Geht dann beim Kiosk auch noch was, umso besser" , befand er.

Bis zur Schwimmbadöffnung Mitte Mai soll nun intensive Mitgliederwerbung betrieben werden. "Tragt es hinaus und sucht weitere Mitstreiter" , appellierte Anja Stadler an die Versammlung und verwies darauf, dass eine Mitgliedschaft nicht automatisch Arbeitsdienste nach sich ziehe.

Kontakt: Anja Stadler, Telefon 07762/7725, Fax 07762/51292, eMail: stadler_anja@t-online.de
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Südkurier vom 4.4.12

Schwörstadter kämpfen um ihr Schwimmbad

Von HILDEGARD SIEBOLD

Die drohende Schließung des Freibads hat die Bewohner von Schwörstadt mobilisiert. 120 von ihnen versammelten sich im Gemeinderat. Dieser stimmte gegen die Schließung. Ein neu zu gründender Förderverein soll das Bad ab Leben erhalten.

Ausnahmezustand und Konsens zugleich herrschte am Montagabend im Schwörstädter Gemeinderat vor: Die aus Kostengründen drohende Schließung des Schwimmbads hatte die Bürger wie selten zuvor ein Thema mobilisiert. Nach eineinhalb Stunden kontroverser Diskussion war die größte Aufregung erst einmal gebannt. Bei einer Ablehnung stimmte der Gemeinderat gegen eine Schließung. Ein schnellstmöglich ins Leben gerufener Förderverein soll es nun richten.

Gut 120 Bürger hatten sich am Montagabend stehenden Fußes um das Ratsrund versammelt. Stühle waren angesichts dieses Ansturms Mangelware. Sie alle traten für ein gemeinsames Begehren ein: keine Schließung des Schwimmbad. Angesichts eines Fehlbetrags von 84 000 Euro im Haushaltsentwurf 2012 sollten Schwimmbad und Kiosk an einen Fremdbetreiber verpachtet werden. Zwei Pächter meldeten Interesse und Forderungen an. 67 000 Euro hätte die Gemeinde zuschießen sollen – zuzüglich der Aufwendungen für das Gebäude. „Da können wir das Bad auch gleich selbst weiter betreiben“, erklärte Bürgermeister Artur Bugger. Um 25 000 bis 30 000 Euro wird sich das klaffende Haushaltsloch im Entwurf in diesem Fall weiter erhöhen. Trotz dieser Zahlen waren sich Bürgermeister, Bürger und Ratsgremium im Tenor einig: Eine Schließung des „Kleinods am Rhein“ muss verhindert werden. „Was haben wir denn dann noch“, fragte Günter Koch von Bürgerseite. „Das Schwimmbad ist Anziehungspunkt für Groß und Klein“, befand Doris Schütz (CDU). Vier Wochen vor Saisonstart könne man so ein Bad nicht einfach schließen. Endlich sichtbare Hinweisschilder und die intensive Bewerbung als eines der letzten verbliebenen Rheinschwimmbäder, forderte sie zur Attraktivitätssteigerung.

Richten soll es nach dem Wunsch von Schütz eine unterstützende Arbeitsgruppe aus Gemeinderäten und engagierten Bürgern, die Ideen für die künftige Entwicklung des Bads entwickelt. Als „Highlight von Schwörstadt“ wertete Günter Bühler (Freie Wähler) das Schwimmbad und schlug die Gründung eines an diesem Abend mehrfach geforderten Fördervereins für das Schwimmbad vor. Es brauche jetzt das Engagement der Bürger. Und Schwörstadt braucht mehr Bürger. „Wir müssen wachsen, um unsere Einnahmen zu erhöhen“, sagte Harald Ebner (CDU). Es gelte, die Attraktivität von Schwörstadt zu steigern, sonst bliebe am Ende nichts mehr. Ebner forderte dazu auf, die Bürger mit jährlichen Bürgerversammlungen ins Boot zu holen. „Wenn man sie richtig weckt, dann sind sie auch da“, erklärte er ob der Resonanz beim Thema Schwimmbad, das nach Einschätzung von Bademeister Gerd Tscheulin im positiven Sinne auf Minimalismus ausgelegt sei. Alle größeren Sanierungsposten seien in den vergangenen Jahren behoben worden. „Diskussionen über Eintrittspreise bringen nicht viel“, fand er. Die Anhebung um einen Euro würde laut Rechnungsamtsleiter Dietmar Zimmermann gerade mal 5000 Euro in die öffentliche Kasse spülen. Tscheulin schwebt vielmehr vor, den Kiosk zu aktivieren – im Bad und außerhalb für Radfahrer über die Saison hinaus. Insgesamt möchte er das Badgeschehen attraktiver gestalten und den Rhein besser nutzen.

CDU-Gemeinderat Jörg Schmidt stellte schließlich den Antrag gegen die Schließung des Bades und die Bildung einer Arbeitsgruppe, um den Menschen zu signalisieren: „Das Bad ist es uns wert.“ Lediglich Helmut Lambrecht (Freie Wähler) stimmte für eine Schließung: „Das Bad frisst uns die Haare vom Kopf.“ Zuversicht äußerte hingegen Bugger: „Wenn Sie alle mithelfen, können wir das Schwimmbad retten“, wandte er sich an die Bürger. Bereits am Donnerstag, 12. April, soll ab 19 Uhr im Feuerwehrschulungsraum in Schwörstadt ein erstes Treffen zur Gründung eines Fördervereins stattfinden.
 
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Südkurier vom 30.3.12

Schwimmbad in Schwörstadt droht Schließung

Von HILDEGARD SIEBOLD

Wegen der schlechten Finanzlage muss die Gemeinde das Freibad verpachten. Bislang konnte noch kein Interessent gefunden werden.

Wie schlecht es um die öffentlichen Finanzen der Gemeinde Schwörstadt bestellt ist, wurde in der Sitzung des Ortschaftsrates Dossenbach am Dienstagabend deutlich am Maßnahmenkatalog des Haushaltssicherungskonzepts. Ist da doch gar die Verpachtung des Schwimmbades an einen fremden Betreiber vorgesehen und im Haushaltsentwurf für 2012 bereits eingearbeitet. Allerdings, so erklärte Bürgermeister Artur Bugger auf Nachfrage, konnte kein Interessent gefunden werden.

So wird sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Montag Gedanken um eine eventuelle Schließung des Schwimmbades am Rhein machen müssen. Dem will Bugger nicht vorgreifen, aber würde die Gemeinde das Bad weiter betreiben, müsste zum bereits im Haushalt eingestellten Zuschussbedarf in Höhe von 34 000 Euro mit weiteren geschätzten Kosten um die 30 000 Euro gerechnet werden.

Bereits jetzt kann der Haushalt nur durch eine Negativzuführung in Höhe von 84 800 Euro vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt ausgeglichen werden. Angesichts dieser Situation verteidigte Bugger in der Sitzung das von der Kommunalaufsicht geforderte Haushaltssicherungsgesetz, um die notwendigen Pflichtaufgaben der Gemeinde auch künftig erfüllen zu können. Der Entwurf sieht Einnahmen und Ausgaben von je 4 771 800 Euro vor, davon im Verwaltungshaushalt 4 192 600 Euro und im Vermögenshaushalt 579 200 Euro. Bugger erläuterte das von Rechnungsamtsleiter Dietmar Zimmermann erstellte Zahlenwerk vor der Abstimmung aus spezifischer Sicht für Dossenbach. Nicht rütteln möchte die Verwaltung an den so genannten freien Verfügungsmitteln für Dossenbach.
 
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